Juli 2007
Fensterkatzen
Henri und Vero sind für drei Wochen nach Russland gefahren und Nelly darf so lange bei uns bleiben. Toll, endlich habe ich jemanden zum Fangenspielen, Verstecken und Ärgern.
Obwohl... eigentlich lasse ich mich eher von Nelly ärgern.
Wie dem auch sei, der Morgen besteht meist hauptsächlich darin, dass wir auf der Fensterbank sitzen und gucken, wer unten auf der Straße so vorbei läuft oder fährt. Mittlerweile kennen wir beide auch schon den Postboten ziemlich genau.
Auf den wartet Daniela im Moment sehr gespannt, weil er ihr einen Verlängerungsvertrag für ihre Arbeitsstelle mitbringen soll. Hoffentlich bringt der den bald mal vorbei, sonst springen wir ihm eines Tages in den Nacken!
Schönes Wetter in Sicht!
Juchhuu!
Endlich scheint mal die Sonne und es ist schön muckelig warm.
Das obligatorische Sonntagsfrühstück haben Daniela und Andreas auf den Balkon verlegt, so dass Nelly und ich dort ebenfalls ein bisschen rumstreunen konnten.
Ich habe wieder ein bisschen am Rosenstrauch geschnüffelt und mich etwas in die Sonne gelegt. Und natürlich gewartet, dass zufällig ein Stück Buttemilchbrötchen auf den Boden fällt. Ist aber nicht passiert, ich musste erst wieder "Männchen" machen, um eins zu bekommen.
Doof, denn Nelly kann so tolle Kunststücke nicht und bekommt trotzdem ein Stück vom BuMi. *grummel*
Tschüß, Nelly!
Hier kommen noch mal zwei wunderschöne Fotos von meiner Freundin Nelly. Nach drei Wochen muss sie uns leider wieder verlassen, ich bin mal gespannt, wie es ohne sie wieder ist.
Ich hatte ja in der letzten Zeit sehr viel Action hier... manchmal war es mir sogar zuviel. Aber irgendwie war es auch schön, dass ich mich mal mit jemandem unterhalten konnte, der mich auch wirklich versteht und mir eine vernünftige Antwort gibt.
Daniela und Andreas geben sich zwar Mühe, aber ich habe oft wirklich Probleme, die beiden zu verstehen, wenn sie "kätzisch" sprechen. Ich glaube, das ist irgendein Dialekt, den sie da Quatschen.
Naja, die drei Wochen mit Nelly gingen jedenfalls recht fix rum. Und ich verabschiede Nelly mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
Denn jetzt habe ich meine Menschen wieder für mich allein, brauche das Bett nicht teilen, darf wieder auf meinen Kratzbaum gehen, ohne angebrummt oder gehauen zu werden.
Trotzdem werden mir unsere Jagereien und Gespräche fehlen!
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