Den Nachbarshund ärgern...
Nachdem ich hier so lange nichts mehr geschrieben habe, wollte ich Euch doch mal wieder etwas erzählen.
Wie Ihr ja wisst, haben wir seit ein paar Wochen ein neues Zimmer... das hat aber irgendwie gar keine richtigen Wände, sondern sowas komisches durchsichtiges mit so Fäden dran. Ich hab mal probiert, ob diese Fäden schmecken, aber da bekomme ich immer ziemlich Ärger, wenn ich dran rum knabbere. Also lasse ich es lieber bleiben.
Jedenfalls ist es auch ganz gut so, dass man da durch gucken kann, es gibt nämlich eine Menge zu sehen.
Als Pete zum ersten Mal in dieses Zimmer gegangen ist, hat er sich total erschreckt und ist nur rumgeschlichen. Und bei dem kleinsten Geräusch wieder zurück gehuscht.
So ein Feigling! Große Klappe und nix dahinter!
Jedenfalls dürfen wir jetzt bei schönem Wetter da hin, was Andi und Dani den "Balkon" nennen. Das Geräusch der Balkontür kennen wir schon ganz genau. Und selbst, wenn ich schlafe, wache ich dann sofort auf und renne schnell hin, weil ich da so gerne bin!
Am liebsten sitze ich dann auf dem Tisch (ja, da dürfen wir drauf, solange nix zu Essen drauf steht!) oder dem Kratzbaum.
Und jetzt wollte ich Euch doch mal berichten, was ich da neulich von oben sehen konnte!
Die Leute, die unter uns wohnen, haben ja einen kleinen Garten. Und auch eine Katze. Die darf durch den Garten laufen, allerdings nur mit einer Leine dran. Ich glaube, die ist was "Besseres" als wir, dass sie angekettet wird. Sie würdigt uns auch keines Blickes, selbst, wenn wir mal freundlich runter rufen.
Naja, interessant ist aber der Mitbewohner dieser etwas eingebildeten Mieze, nämlich: ein Hund!
Der kann manchmal echt nervig sein, vor allem, wenn seine Herrchen nicht zuhause sind. Dann jault der, was das Zeug hält, da ist Petes Gemaunze ja noch harmlos.
Wir wissen allerdings auch nicht genau, ob er dann heult, weil er seine Menschen vermisst (pah, eine Katze würde sowas NIE tun!), oder weil er von der kleinen Diva da unten ständig ein paar gefegt bekommt ;-)
Jedenfalls saß an diesem Tag der Hund unten im Garten. Ich rief ihm vom Kratzbaum aus ein fröhliches "Hallo" zu und er saß dann nur da und guckte mich total komisch an. Und fing an zu knurren.
Er knurrte wie verrückt, guckte mich unverwandt an... aber ich kann ja auch böse gucken, so ist das nicht. Und als ich dann vorsichtig meinen Kopf noch etwas über die Brüstung streckte (soweit das Netz das zu ließ), fing er wie bescheuert an zu kläffen.
Ich glaube, die Leute unten wussten gar nicht, was überhaupt mit ihrem Hund los war. Sie schimpften mit ihm (*hihi*), aber er hörte nicht auf.
Irgendwann wurde mir das dann zu langweilig und ich hab mich vom Kratzbaum verzogen. Dafür hat Pete dann übernommen und das Gekläffe und Geknurre ging von vorn los.
Das Ende vom Lied war dann, dass der Hund reingehen musste. Weil er einfach nicht mit dem Theater aufgehört hat.
Das fanden Pete und ich sehr witzig.
Vor allem war das mal wieder der Beweis:
Wir Katzen sind schlau und (die meisten) Hunde ein bisschen doof!
(Leider war der Hund seitdem nicht mehr draußen!)
Weitere Berichte
Kommentare
Es sind keine Kommentare vorhanden | Kommentar schreiben