Es war mal wieder soweit. Die Fahrt zum Tierarzt stand an.
Aber diesmal nicht nachmittags, sondern schon morgens. Ich wunderte mich schon, dass Andi heute zuhause blieb. Und plötzlich war die Schlafzimmertür zu und Cleo nicht bei mir.
Als die Tür wieder auf ging, musste ich natürlich erstmal gucken, wo Cleo abgeblieben war. Ich konnte sie nicht finden. Aber als ich dann ins Wohnzimmer kam und den geschlossenen Kennel sah, ging mir ein Licht auf. Cleo angelte mit ihrer Pfote raus und versuchte, das Gitter zu öffnen, was ihr natürlich nicht gelang.
Naja, weil ich ja Leckerchen im Allgemeinen einfach nicht widerstehen kann, fand ich mich kurz danach im anderen Kennel wieder, und die Klappe war zu.
Mit viel Geruckel und Gerumpel ging es ins Auto.
Immerhin pieselte Cleo sich diesmal nicht ein... aber geheuer war uns die Fahrt beiden nicht. Wir klagten uns gegenseitig unser Leid.
Als wir beim Tierarzt ankamen, war Cleo zuerst dran. Ich habe nicht einen Mucks von ihr gehört.
Danach kam ich an die Reihe. Ich saß wie betäubt auf dem Behandlungstisch und schnurrte um mein Leben. So dolle, dass die nette, neue Tierärztin, die wir beide noch nicht kannten, meinte, sie könnte mein Herzchen gar nicht hören! Huch! Hab ich wohl zu laut geschnurrt! Jedenfalls hat sie mir dann kurz die Nase zugehalten und scheinbar war das, was sie dann hören konnte, in Ordnung.
Dann bekam ich wieder einen blöden Pieks in den Nacken, nachdem sie mir auch noch ins Mäulchen geschaut und mich abgetastet hatte.
Anschließend durfte ich wieder in den Kennel zurück.
Sie war wohl sehr zufrieden mit uns. Cleo und ich wiegen beide 6,4 Kilo und machen einen "robusten" Eindruck. Was auch immer das heißen mag, es klang aber nett. Allerdings sollten wir jetzt auch nix mehr zunehmen, das würde reichen. Wir hätten aber schön glänzendes Fell und klare Augen. Lediglich ein bisschen Zahnsteinbildung wäre erkennbar, darauf müssten wir achten. Sie will Dani und Andi noch eine Futterprobe bestellen für Extrafutter gegen Zahnstein. Futter ist immer gut :-)
Tja, und dann ging es wieder nach Hause. Ich muss sagen, es war alles halb so wild.
Aber trotzdem ist man vorher immer aufgeregt, vor allem, wenn man nicht weiß, wo es hin geht und was dann da passiert.
Jetzt ist erstmal wieder ein Jahr Ruhe!
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