Als sich im Juli 2008 die kleine Annika ankündigte, war die Freude und die Aufregung riesig. Und doch kamen so einige Fragen auf, die jedem Katzenhalter zu diesem Zeitpunkt plötzlich beschäftigen: Was passiert mit unseren Katzen?
Aufgrund eines früheren Toxoplasmosetests wusste ich, dass ich keine Antikörper dagegen besaß.
Und obwohl wir zwei reine Hauskatzen haben, die weder rohes Fleisch zu fressen bekommen, noch draußen Mäuse fangen, blieb doch der Zweifel, ob Toxoplasmose nicht doch ein Thema sei.
Das Gespräch mit unserem Tierarzt ergab, dass es möglich ist, Katzen auf Toxoplasmose-Erreger zu testen. Dies wäre allerdings ein ziemlich kostspieliges Verfahren und hätte uns weit über 100 € gekostet. Und der Doc gab auch zu bedenken, was ein positives Testergebnis für uns bedeuten würde bzw. welche Konsequenzen wir daraus ziehen würden: die Katzen weggeben?
Nein, das kam sowieso nicht in Frage.
Also machten wir uns in den Weiten des Internets schlau. Und dort findet man in der Tat eine Menge zu diesem Thema. Leider herrscht immer noch die landläufige Meinung, man müsse die Katze weggeben, wenn man ein Baby erwartet.
Dabei vergessen viele, dass auch von anderen Stellen "Gefahr" droht, und bei weitem noch mehr, als durch die Katzen:
Ich möchte hier einmal die weiteren Informationen zusammen fassen, die wir zum Thema gefunden haben, und uns doch etwas gelassener mit der Thematik umgehen ließen.
Um ganz sicher zu gehen, sollte man als Schwangere
Hält man sich an die Hygienevorschriften, kann man das Risiko einer Erstinfektion mit Toxoplasmose in der Schwangerschaft schon sehr deutlich reduzieren. Natürlich besteht immer ein kleines Restrisiko, sich durch widrige Umstände trotzdem zu infizieren. Die Wahrscheinlichkeit einer Erstinfektion in der Schwangerschaft liegt etwa bei 0,5 - 0,6%.
Und jede Schwangere muss nun mal selber abwägen, ob sie das Risiko eingehen möchte.
Für uns stand fest, dass Pete und Cleo bleiben. Ich habe mich zu Beginn und ungefähr in der Mitte der Schwangerschaft bei meiner Frauenärztin auf Toxoplasmose testen lassen. Wäre eine Infektion nachgewiesen worden, hätte man mit einer Antibiotikabehandlung frühzeitig eingreifen können.
Meine Krankenkasse hat den Test nicht gezahlt, den habe ich privat gezahlt. Mit 30 € lag der aber deutlich unter den Kosten, die ein Test für die Katzen gekostet hätte. Einige Kassen übernehmen den Toxoplasmosetest aber, unter anderem habe ich bei der AOK Informationen dazu gefunden. Nachfragen lohnt sich auf jeden Fall.
Ansonsten habe ich verstärkt auf das Händewaschen geachtet, gerade nach den Kuschelstunden mit Cleo, die sich in der Schwangerschaft bevorzugt auf meinem Bauch hinlegte und wie eine Wahnsinnige schnurrte. Um nichts in der Welt hätte ich diese entspannenden Stunden mit ihr und Pete, der sich während meiner zahlreichen Mittagsschläfchen immer mit unter die Decke kuschelte, missen wollen!
Andi kümmerte sich derweil um das Katzenklo und dessen Reinigung, das war gar kein Problem (wobei ich auch die ein oder andere "Stinkbombe" entsorgt habe, wenn Andi grad mal nicht da war ;-)).
Informiert Euch sowohl bei Eurem Frauenarzt als auch beim Tierarzt.
Sucht Euch Informationen aus dem Internet und wertet sie gemeinsam mit Eurem Partner aus.
Findet für Euch den Weg, mit dem Ihr Euch am wohlsten fühlt...
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